Das Potenzial in der Herkunft entdecken

Wie wir zu innerer Stärke und mehr Klarheit und Orientierung finden

In den vergangenen vier Jahrhunderten haben wir die Welt entmystifiziert und dabei unsere Wurzeln aus den Augen verloren. Vieles von dem, was unser Menschsein ausmacht, ist dabei in Vergessenheit geraten. Denn alles was nicht gezählt, gewogen und gemessen werden konnte, wurde ignoriert und geriet so in Vergessenheit.

Getrennt von der Schöpfung und vom Rest der Welt fühlen sich daher viele Menschen gottverlassen und mutterseelenallein und vertrauen ihren Ahnungen und ihrer Intuition nicht mehr. Ähnlich einem Segelschiff ohne Anker und Segel werden sie von den Wogen des Lebens hin und her geworfen, finden keinen Halt und Ruhepol in sich und treiben orientierungslos umher. Vor allem in Krisenzeiten werden viele Menschen anfällig für Beeinflussung und Manipulation. Parasiten Angst und Zweifel setzen sich in der Psyche fest und treiben Menschen dorthin, wo die nächste Schein-Sicherheit verheißen wird.

Um so wichtiger ist es in dieser Zeit, dass wir den Fokus auf das Fundament in unserem Leben richten, auf unsere Herkunft. Unsere Vorfahren sind unser geistig-seelisches Rückgrat, sobald wir die Verbindung aufgenommen und sie geklärt haben. Gut verankert in unserer Herkunft erfahren wir Rückhalt und Beistand und das schenkt uns innere Stärke.

Die Wissenschaft bringt uns die Verbindung mit unseren Ahnen wieder nahe

Wie durch die Wissenschaft einst vor 300 Jahren das mechanistische Weltbild entstand, bei dem das, was nicht gemessen, gewogen und gezählt werden konnte einfach ausgegrenzt und ignoriert wurde, so entpuppt sich die moderne Wissenschaft jetzt als jene Instanz, die uns das Ausgegrenzte wieder ins Bewusstsein bringt.

Die Epigenetik, ein moderner Zweig der Biologie, erforscht die Vererbbarkeit von Erfahrungen und nimmt dabei die Verbindung zu unseren Ahnen unter die Lupe. Dabei kommt Erstaunliches ans Licht. So ist mittlerweile erwiesen, dass sich auch die Lebensbedingungen, der Stress, sowie Schmerz, Hunger, Nöte, bis hin zu Krankheiten unserer Vorfahren in unserem Erbgut niederschlagen und dass sich diese Erfahrungen bis zu vier Generationen weitervererben können. Die gute Nachricht ist, dass das Epigenom, in dem die Erfahrungen gespeichert sind, veränderbar ist. Das bedeutet, dass wir uns von den belastenden Erfahrungen unserer Vorfahren befreien können. So haben wir ein Privileg, das unsere Vorfahren nicht hatten. Und das sollten wir nutzen.

3 Wege, um die Verbindung mit den Ahnen aufzunehmen

Da wäre als erstes die Ahnenforschung zu nennen, die derzeit boomt. Immer mehr Menschen interessieren sich für ihre Vorfahren. Sie wollen wissen, wie der Ur-Opa gelebt und ob es vielleicht sogar berühmte Vorfahren gegeben hat. Die Ahnenforschung hilft sich den eigenen Vorfahren anzunähern, zumal auf diese Weise ein größeres Verständnis für die Vorfahren, als auch für sich selbst entsteht. Dieser Weg bietet jedoch keine Lösung für die Probleme, die aus den vererbten Lasten hervorgehen.

Weitaus lösungsorientierter ist die systemische Familienaufstellung nach Bert Hellinger. Mit ihr gelingt es familiäre und partnerschaftliche Probleme zu lösen, die in der Herkunftsfamilie begründet sind. Hier liegt die Idee zugrunde, dass alle Mitglieder einer Familie durch emotionale Bande miteinander verknüpft sind. So kann es zu psychischen Problemen bis hin zu Erfolglosigkeit und Krankheit führen, wenn diese Verbindungen gestört sind. Zur Familie zählen die Eltern, die Geschwister, die Geborenen und die Abgetriebenen, sowie auch die Großeltern väterlicher- und mütterlicherseits. Weiter zurückliegende Generationen werden jedoch nicht berücksichtigt.

Die systemische Ahnenaufstellung geht hier weiter und bezieht die letzten sieben Generationen mit ein. Mit ihr bietet sich uns die Chance uns von den ererbten Lasten zu befreien und dadurch so manche Probleme in verschiedenen Lebensbereichen aufzulösen, die durch diese entstanden waren.

Das Potenzial entdecken, das in der Herkunft steckt

Während die Wissenschaft die Erkenntnisse für den Einfluss unserer Vorfahren auf unser jetziges Leben liefert, bietet die schamanische Ahnenarbeit die Transformation und Befreiung von den ererbten Lasten.

Indem wir unsere Wurzeln auf diese Weise klären, verfügen wir über eine größere psychische Widerstandskraft. Wir überstehen schwierige Lebenssituationen leichter, sind gelassener und fühlen uns innerlich sicherer. Das beeinflusst positiv die Art und Weise, wie wir mit uns selbst und der Welt umgehen, was wir uns zutrauen und welche Unternehmungen wir angehen. Und so schenkt uns das natürliche Fundament unserer Herkunft inneren Halt und innere Stärke und trägt damit zur seelischen Gesundheit bei.

Doch das ist noch nicht alles. Jede Generation hatte auf ihrem oftmals schwierigen Weg Stärken entwickelt, die sie an uns weiterreichen, sobald wir unsere Wurzeln geklärt haben. Es sind dies ihre Gaben an uns, die wegweisend sind, wenn wir sie als Auf-Gaben verstehen und uns so mehr Klarheit und Orientierung über unseren ureigensten Weg schenken.

Das Potenzial, das in der Verbindung mit unseren Vorfahren steckt, lässt sich in 3 große Vorteile einordnen

  1. Es entsteht ein größerer innerer Frieden, mehr Ruhe und Gelassenheit
  2. Ein Zuwachs an inneren Ressourcen lässt uns innere Stärke erfahren
  3. Mehr Klarheit und Orientierung für den eigenen Weg mittels wegweisender Gaben

Mit dem Rückhalt unserer Vorfahren zu innerer Stärke gelangen

Mit der schamanische Ahnenarbeit gelingt es, eine sowohl befreiende als auch stärkende Verbindung mit den Ahnen aufzunehmen. Sie hilft Menschen sich von den ererbten Lasten ihrer Vorfahren zu befreien und auf diese Weise Probleme in verschiedenen Lebensbereichen zu lösen, die durch ererbte Lasten entstanden sind. Der hilfesuchende Mensch tritt dabei in die Verbindung zu jeder einzelnen Generation und nimmt über seinen Körper die ererbte Last deutlich wahr. Er erkennt auch, was dadurch in seinem Leben bislang be- oder gänzlich verhindert war.

Durch die bewusste Entscheidung, sich von der Loyalität zum Leid der Vorfahren zu verabschieden, kann die Auflösung und Befreiung von der ererbten Last stattfinden. Anschließend können die Gaben der Ahnen empfangen und fortan als innere Ressourcen abgerufen werden. So stellt die schamanische Ahnenarbeit eine Vertiefung und Erweiterung der systemischen Familienaufstellung dar, wodurch das familiäre Gefüge weiter gestärkt und zugleich auch eine Ausrichtung auf die eigene Bestimmung möglich wird.

3 Tipps, wie du die Verbindung mit deinen Ahnen aufnehmen kannst

  1. Bekunde die klare Absicht, die Verbindung mit deinen Vorfahren aufnehmen zu wollen in einem stillen Moment, in der Meditation oder auch kurz vor dem Einschlafen.
  2. Geh eine Weile mit dieser Absicht schwanger und halte den Fokus. Sei wach und nimm wahr, was sich dir zeigt, innen und außen.
  3. Vergib alles und jedem, auch dir selbst. Ein hilfreiches Mantra hierfür ist:

Alles, was war und ist, ist zu meinem Besten.

Stellen wir uns eine Welt vor, in der Menschen Halt und Sicherheit in sich selbst finden und sich mit der Schöpfung wieder verbunden fühlen, dann erahnen wir leicht, dass es viele der heutigen Probleme, Konflikte und Krisen nicht mehr geben würde. Stattdessen gäbe es mehr Miteinander, mehr Co-Kreation, mehr Lebensfreude und Lebenssinn.

Werden wir uns des Potenzials bewusst, das in der Verbindung mit unseren Vorfahren liegt. Entdecken wir das Potenzial unserer Herkunft. Treffen wir eine neue Wahl und verabschieden uns von der Loyalität zum Leid unserer Vorfahren. Empfangen wir stattdessen ihre Gaben als wegweisende Auf-Gaben und ihr Beistand und Segen ist uns gewiss. Denn durch uns verwirklicht sich das, wovon sie einst träumten. Auf diese Weise führen wir Tradition lebendig fort, reichen ihr Licht durch unser Feuer an die nächsten Generationen weiter und tragen so zu einer langsam erwachenden Welt bei.

Bianka Maria Seidl

Zur Autorin:

Bianka Maria Seidl (geb. 1959) ist seit über 30 Jahren als selbstständige Chitektin im Bereich der energetischen Architektur sowie als Dozentin an der IHK, HWK und der TÜV-Akademie Süddeutschland tätig. Seit 2012 führt sie eine eigene Beratungspraxis im Klosterdorf Windberg, in der sie diverse Mentoring-Programme, Coachings, Meditationen und gelenkte Innenreisen anbietet. Darüber hinaus leitet sie eine jährliche Seminarreise nach Lanzarote, veröffentlicht regelmäßig Artikel in Fachmagazinen und schreibt Bücher.

Bianka Maria Seidl will bei ihren Klienten die Kraft der Erneuerung wecken und den Samen der Freiheit säen. Mit ihrer schamanischen Arbeit unterstützt sie Menschen in der Lebensmitte, sich von den begrenzenden Programmen ihrer familiären und genetischen Konditionierung zu befreien, dabei gebundene Lebensenergie freizusetzen und noch schlummernde Potenziale zu wecken. Sie inspiriert, groß zu träumen, eigene Werte zu definieren, sich erhabene Ziele zu setzen und verbunden mit der Kraft der Ahnen nach den Sternen zu greifen. Ihr Motto lautet: It‘s only the beginning – Es ist immer erst der Anfang.

www.biankaseidl.de

www.yoya-chitektur.com

Zum Buch:

Bianka Seidl

Schamanische Ahnenarbeit

So versöhnen wir uns mit unseren Vorfahren, erfahren ihren Beistand und empfangen ihre wegweisenden Gaben

Mankau Verlag, 1. Auflage 8. November 2021

Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 200 Seiten

18,95 € (D) / 19,50 € (A)

ISBN 978-3-86374-644-5