Der Mann, der mit den Elfen sprach

Jetzt ist die Zeit gekommen, und der Mensch muss seine Sensibilität zurückgewinnen. Es gibt viele Anzeichen aus der ganzen Welt, dass dies tatsächlich geschieht. Sehr viele Menschen in zahlreichen Gruppen – Menschen, die für das Licht arbeiten, Menschen, die für spirituelle Zwecke arbeiten – fangen an, mehr und mehr Sensibilität zu entwickeln.“Robert Ogilvie Crombie (Roc) im März 1974 –

Lesen Sie nachstehend, liebe Leserinnen und Leser, eine reizende Geschichte aus dem Buch „Der Mann, der mit den Elfen sprach“, welches im Aquamarin Verlag erschienen ist.

Pan besucht Roc zu Hause

An jenem Abend schrieb ich den ersten Teil meines Berichtes über die Ereignisse des Tages auf, konnte ihn aber nicht beenden, da ich eine Verabredung hatte. Am folgenden Abend saß ich im hinteren Zimmer vor dem Kaminofen und arbeitete weiter an meinem Bericht. Das Zimmer war behaglich und ruhig. Wahrend ich schrieb, saß Pan mir fast gegenüber im Sessel, wo er gewesen war, seit ich angefangen hatte zu schreiben. „Haben alle diese Begegnungen tatsächlich neulich im Botanischen Garten stattgefunden? Oder gibst du mir jetzt etwas zusätzlich ein, während ich schreibe? Füge ich selbst etwas hinzu? Mir ist wichtig, dass es authentisch ist.“ „Natürlich ist es wichtig, dass es authentisch ist, wie du in deinem eigenen höheren Wesen wohl weißt. Du fügst nichts hinzu. Unser Austausch fand wie gewohnt in Form von Bildern und Symbolen statt. Manche davon wurden von deinem Verstand in Echtzeit nicht vollständig in Worte übertragen, sondern wurden tief eingeprägt in dein Unbewusstes und werden nun unter meiner Anleitung in Worte umgewandelt. Ich überstrahle dich während der ganzen Niederschrift. Nichts wird ausgelassen und nichts hinzugefügt, was nicht da sein sollte. Die persönliche Färbung deinerseits wird auf einem Mindestmaß gehalten. Wenn wir es später gemeinsam durchgehen und Fehler oder falsche Verschriftlichungen finden, gebe ich dir die Korrekturen. Arbeite weiter voll Vertrauen.“

„Danke für die Bestätigung. Ich bin mir immer der Gefahren einer falschen Umschreibung oder Färbung bewusst.“ „Sehr klug. Jetzt möchte ich auf dein Leben in Cowford Cottage zurückkommen. Ich möchte sicher sein, dass du die volle Bedeutung jener Zeit für deine Entwicklung bewusst erkennst.“ „Was erkenne ich nicht? Mir ist wohl bewusst, wie wichtig der enge Kontakt mit der Natur ist.“ „Damals wusstest du noch nichts über sogenannte Kraftpunkte und die mit ihnen verbundenen Kraftlinien (ley lines).“ „Das ist wahr.“ „Überrascht es dich zu erfahren, dass im Wald hinter den Nebengebäuden ein starker natürlicher Kraftpunkt war?“ „Allerdings!“, antwortete ich verblüfft. „Ist es dir trotz deines heutigen Wissens und deiner Erfahrung mit solchen Punkten noch nie in den Sinn gekommen, an deine Cottage-Tage zurückzudenken?“ „Nein. Ich denke, dass zu einem späteren Zeitpunkt erlangtes Wissen nicht immer auf eine frühere Zeit zurück übertragen wird. Hinter den Nebengebäuden, sagtest du. Das muss ungefähr mitten im Wald gewesen sein?“ „Ja.“ Wieder erschien das schelmische Funkeln in Pans Augen. „Es war genau der Platz, den du zum Sonnenbaden auserkoren und mit einem selbst gebauten Windschutz umgeben hast.“ Dieses Mal musste ich wirklich überrascht ausgesehen haben. „Oh nein! Das ist ja fantastisch!“ „Es ist wahr. Während der ganzen zehn Jahre, die du in dem Häuschen lebtest, bist du jedes Mal, wenn du dich sonntest, nackt auf dem Boden über einem Kraftpunkt gelegen, mit einem dünnen, wasserdichten Tuch zwischen dir und dem Waldboden. Gummi isoliert nicht gegen diese Energien.“ „Aber ich fühlte nichts außer einer Veränderung der Energie, von der ich dachte, dass sie von der Sonne komme. Ich wusste instinktiv, dass es der richtige Platz war, um mich zu sonnen.“

„Damals warst du nicht so empfindlich. Du lagst in der Luft auf der Erde im Sonnenschein, und anschließend hast du in einem Teich gebadet, den du selbst eingerichtet hattest, indem du den Bach gestaut hast, der an dem Häuschen vorbeifloss. Die Sonne symbolisiert Feuer, und so hattest du engen und häufigen Kontakt mit den vier Elementen, über die du schon seit Langem sprichst. Ist es ein Wunder, dass du mit den Wesen kommunizieren kannst, die diese Elemente bewohnen? In jenen zehn Jahren wurden alle deine Körper durch die Energien jenes Kraftpunkts vorbereitet und konditioniert.“ Ich war so erstaunt, dass ich nur sitzen und ihn anstarren konnte. „Es war nicht nur ein natürlicher Kraftpunkt, sondern der Platz stand auch in Verbindung mit vorchristlichen religiösen Zeremonien und Ritualen druidischer Art. Jetzt verstehst du, was ich meine, wenn ich dich frage, ob du die Bedeutung deiner Jahre in jenem Häuschen voll und ganz erkennst. Erinnere dich auch, dass es auf einem kleinen Hügel stand und von Wald umgeben war.“ Ich holte tief Luft. „Damals wusste ich nur, dass es der richtige Ort für mich war.“ „Das war es auf jeden Fall. Und jetzt, denke ich, ist das alles für den Moment.“

Als ich mit dem Schreiben fertig war, schloss ich mein Notizbuch. Pan war nicht mehr zu sehen.

Robert Ogilvie Crombie

Der Mann, der mit den Elfen sprach, Aquamarin Verlag

16,95 € (DE) / 17,50 € (AT) // ISBN: 978-3-89427-862-5